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Dichter Morgennebel hing über der in Trümmer liegenden Stadt. Man konnte kaum die Hand vor Augen sehen, und eine gespenstische Stille beherrschte den raschen Sonnenaufgang. Die zertrümmerten Straßen waren wie ausgestorben. Doch in den grauen Nebelschwaden regte sich etwas. Eine Gestalt trat aus dem Nebel und hob sein Blastergewehr. "Hier drüben!" Flüsterte der Soldat. Ein zweiter Krieger kam herbei und zielte ebenfalls mit seinem Gewehr auf die abgemagerte, wimmernde Gestalt, die sich unter einem Felsbrocken zusammengekauert hatte. "Im Namen der Galaktischen Republik, aufstehen!" Befahl einer der beiden Klonkrieger. Der kleine Junge hörte auf zu Heulen, zitterte aber immernoch ängstlich. Eine dritte Silhouette hob sich aus dem trüben Horizont ab. Diese ging gelassen, statt sich ständig Deckung zu suchen, auf die beiden Klonsoldaten zu. "Was ist los, Trooper?" Fragte die Jedi-Meisterin. "Eine verdächtige Person." Berichtete der Klon und deutete auf das Kind. "Seid ihr verrückt? Das ist doch nur ein verängstigtes Kind!" "Ja, General. Sie haben Recht." Bestätigten beide Soldaten. "Zurück zum Lager, sofort. Das hier übernehme ich." Die Klone nickten und marschierten durch das Trümmerfeld zurück zu ihrem geheimen Stützpunkt. Jashee vergewisserte sich, dass die beiden weg waren, dann ging sie auf das Kind zu und streckte eine Hand aus, zögerte jedoch, als sich der Junge zur Seite drehte. Sein Zittern wurde stärker. Plötzlich wurde der Junge ruhig. Jashee drehte den toten Körper um und bemerkte ein tiefe Schnittwunde im Hals des Kindes. Jashee seufzte und schlenderte zurück zum Lager. Es brachte nichts, die Leiche zu bergen, zumindest nicht aus militärischer Sicht. Am liebsten hätte die Jedi den Befehl, alle Leichen zurückzulassen, einfach missachtet, doch sie hatte im Krieg schon schlimmeres gesehen, um sich davon nicht ablenken zu lassen. Zurück im geheimen Hauptquartier, das aus einem zertrümmerten Wolkenkratzer bestand, sah sich Jashee um. Zwischen den einzelnen Felsbrocken sah man Klonkrieger vorbeieilen. Jene Klonsoldaten, denen eine Pause gegönnt wurde, schliefen in grob in den Felsboden gehauenen Schützenlöchern bis zur nächsten Wachschicht. Mitten zwischen den gigantoschen Steinsplittern saß eine zusammengesunkene Gestalt im Schneidersitz. Auch als die Jedi-Meisterin nähertrat, regte sich der Padawan nicht. "Willkommen zurück, Meister Bantu." Grüßte der Ongree, immer noch in Meditationsstellung. "Eben hätten ein paar Klonkrieger schon wieder fast einen überlebenden erschossen. Was hast du ihnen befohlen, Mojanta?" Jashee Bantu hatte ihrem Padawan Mojanta die Führung über die Legion übergeben, da dieser davon mehr verstand. Mojanta seufzte. "Ich habe gesagt, sie sollen nach Überlebenden suchen. Dass sie jedes sichtbare fremde Lebewesen als Feind ansehen, hatte ich nicht bedacht. Diese Klone sind einfach nicht geeignet für einen richtigen Krieg. Diesen Kaminoanern gehört mal richtig eins auf den Deckel gegeben." "Dieser ganze Krieg ist sinnlos. Am Ende weiß sowieso niemand mehr, worum es hier geht. Nimm dir mal diesen Felsbrocken zum Beispiel. Seit dreihundert Jahren leben hier keine intelligenten Lebensformen mehr, aber trotzdem streiten wir um einen kargen Planeten ohne irgendeinen Grund." Meinte Jashee. "Der Kanzler meint, dass es hier wichtige Rohstoffe für Droidenbauteile geben soll." Entgegnete Mojanta. "Ich vertraue dem Kanzler, wirklich. Er ist ein guter Mensch, aber irgendetwas an seiner Vorgehensweise stört mich." Erklärte die Jedi. Der Ongree stand auf und sah seine Meisterin mistrauisch an. "Nun, um ehrlich zu sein", Mojanta sah sich rasch um, und sprach im Flüsterton weiter. "Ich glaube nicht, dass Palpatine versucht, diesen Konflikt so schnell wie möglich zu lösen. Bei der letzten Senatssitzung habe ich etwas gespürt... Einen Impuls der Dunklen Seite, nur zu spüren, wenn man der Macht lauscht." "Das ist eine gefährliche Vermutung, lass das ja keinen der Klone hören." Meinte die Meisterin. Jashee drehte sich um und ging langsam davon. Nach einigen Metern blieb sie stehen. "Aber du hast recht. Auch mir ist es nicht unverborgen geblieben. Allerdings kann diese dunkle Präsenz auch von einem Senator kommen. Viele wichtige Persönlichkeiten im Senat gehören den Seperatisten an. Man kann nie vorsichtig genug sein. Lausche der Macht, und lass dich nicht von deinen Gedanken und Vorbehalten blenden." Dann ging sie weiter.

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